SI Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

Arbeitsrecht

Die SI Rechtsanwaltsgesellschaft bei Facebook erleben ...

SI Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

Kurfürstendamm 36, 10719 Berlin

(030) 31 00 44 00(030) 88 92 82 28

Ein Klick und wir rufen Sie gerne zurück ... Ein Klick und wir rufen Sie gerne zurück ... Ein Klick und wir rufen Sie gerne zurück ...

Kündigung per E-Mail

[08.06.2015]

Können Arbeitnehmer per E-Mail gekündigt werden?

Was die Frage einer Kündigung des Arbeitsvertrags angeht, ist das Gesetz eindeutig: Gemäß § 623 BGB bedarf es der Schriftform. Das bedeutet zum einen schon dem Wortlaut nach, dass eine mündliche Kündigungserklärung unwirksam ist. Zum anderen reicht aber auch nicht jede schriftliche Erklärung aus (E-Mail, Fax etc.). Vielmehr meint der Begriff "Schriftform", dass die Kündigungserklärung mit der eigenhändigen Unterschrift des Arbeitgebers (bzw. des Vertreters) versehen werden muss.

Kündigung: Schriftlich und mit eigenhändiger Unterschrift

Eine Kündigung per E-Mail ist demnach nicht möglich. Die eigenhändige Unterschrift kann auch nicht durch eine elektronische Signatur ersetzt werden. Für eine wirksame Kündigung muss der Arbeitgeber also eine schriftliche Kündigungserklärung auf Papier verfassen und diese eigenhändig unterschreiben und dem Arbeitnehmer sodann zustellen.Die Zustellung kann durch Übergabe (persönlich, durch Vertreter oder Boten) oder per Post erfolgen. Der Arbeitgeber muss den Zugang des Kündigungsschreibens im Streitfall beweisen können.

Arbeitgeber trägt Beweislast, ob und wann zugestellt wurde

Das Schreiben als einfachen Brief per Post zu verschicken, ist deshalb nicht zu empfehlen. Denn in dem Fall lässt sich nicht beweisen, dass der Brief auch sein Ziel erreicht hat. Am sichersten dürfte die Übergabe des Briefes vor Zeugen sein. Der Arbeitgeber kann dazu den Brief im Beisein weiterer Mitarbeiter übergeben. Eine weitere Möglichkeit ist es, den Arbeitnehmer, der gekündigt werden soll, den Empfang des Kündigungsschreibens durch Unterschrift quittieren zu lassen.

Kündigungsschutzklage: 3-Wochen-Frist beachten!

Für den Arbeitnehmer ist der Zeitpunkt des Zugangs der Kündigungserklärung besonders bedeutsam: Denn wenn er sich gegen die Kündigung zur Wehr setzen möchte, muss er schnell handeln: Kündigungsschutzklagen müssen binnen drei Wochen vor dem Arbeitsgericht erhoben werden. Die Frist beginnt mit der Zustellung des Kündigungsschreibens.

Anwaltliche Hilfe

Wenn Sie Fragen zum Arbeitsrecht haben, rufen Sie einfach unsere Rechtsanwaltskanzlei unter der Telefonnummer (030) 31 00 44 00  an. Der Erstkontakt ist kostenlos. Wir helfen Ihnen gern weiter.

Rufen Sie uns an unter: (030) 31 00 44 00.

Zurück

Ältere Themen:

Kündigung des Arbeitsvertrags wegen Alkoholfahrt?

Streik der Lokführer: Kann man sich mit dem Bahnstreik entschuldigen, wenn man zu spät zur Arbeit kommt?
Alle, die mit der Deutschen Bahn oder mit der S-Bahn zur Arbeit fahren, haben es schwer bei einem Bahnstreik zur Arbeit zu gelangen.

Einem lang erkrankten Angestellten kann der Arbeitgeber in bestimmten Fällen kündigen
Ein Arbeitgeber ist grundsätzlich berechtigt einem Angestellten wegen einer langen Erkrankung ordentlich zu kündigen. Denn in der Erkrankung kann ein in der Person des Arbeitnehmers bedingter Kündigungsgrund liegen.

Wann hat man als Arbeitnehmer einen Anspruch auf eine Abfindung?
Wird ein Arbeitsverhältnis durch eine Kündigung des Arbeitgebers beendet, stellt sich für viele Arbeitnehmer die Frage, ob ein Anspruch auf eine Abfindung besteht?

 

SI Rechtsanwaltsgesellschaft mbH